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AgoraWissenPC, Internet und Web 2.0 in Forschung, Lehre und Schule June 26 Evernote ermöglicht (endlich) auch Zusammenarbeit bei NotebooksWas für andere Webnotebook-Lösungen, wie beispielsweise das gute alte und – leider – aufs Altenteil geschickte Google Notebook oder das Zoho Notebook selbstverständlich war und ist, nämlich zusammen mit anderen an einem Notebook arbeiten, und das heißt unter anderem, gemeinsam Inhalte zusammentragen zu können, war bislang bei Evernote nicht möglich. Das war um so bedauerlicher, als Evernote ansonsten eine exzellente Lösung für das “Notetaking” bietet, die neben dem webgestützten Dienst auch eine Anwendung für den Desktop und das Mobilfunktelefon (iPhone und Blackberry) umfasst und das alles auch noch wunderbar synchronisiert. Das hat sich nun mit einem vor wenigen Tagem erfolgten Update geändert. Mit einem Klick auf den neuen Menüpunkt “Sharing” in der linken vertikalen Navigationsleiste können nun Evernote-Nutzer zu einer Liste all ihrer Notebooks gelangen. Über die Schaltfläche “Start Sharing” bei dem Notebook, das sie teilen möchten, gelangen sie zum nachfolgend abgebildeten Fenster. Die links zu sehende Option, nämlich ein Notebook zu publizieren, gab es bereits vorher. Neu ist die rechts zur Verfügung stehende Möglichkeit, einzelne Personen zur Zusammenarbeit einzuladen. Allerdings – und das ist, zumindest auf den ersten Blick, der Haken an der Geschichte – steht diese nur Premiumnutzern zur Verfügung. Dabei sollte man aber wissen, dass die Gebühr für diesen wirklich hervorragenden Dienst sich auf gerade mal 5 – in Worten fünf – Dollar pro Monat oder 45 Dollar pro Jahr beläuft. Das ist meines Erachtens für die gebotenen Leistungen mehr als fair und angemessen. June 25 Tools zur gemeinsamen Nutzung von Desktop und Web-Anwendungen – zwei BeispieleKürzlich hatte ich über OffiSync berichtet, das es erlaubt, Microsoft Office (in den Versionen 2003 und 2007) und Google Docs leicht und bequem gemeinsam zu nutzen. Nun ziehen aber viele Nutzer das kostenlose und von der Funktionalität her durchaus gleichwertige OpenOffice als Desktop Office Suite vor – und greifen vielleicht auch gerne ab und zu auf Google Docs zurück, zum Beispiel wenn es darum geht, Dokumente gemeinsam mit anderen zu erstellen. Ihnen wollte ich nicht vorenthalten, dass auch für diese Konstellation ein Tool zur Verfügung steht, das eine einfach Synchronisation ermöglicht. Dabei handelt es sich um OpenOffice.org2GoogleDocs, mit dem Sie Ihre Dokumente sowohl nach Google Docs und Zoho exportieren als auch von dort importieren können! Wem es dagegen primär darum geht, lokale Sicherungskopien seiner Google Docs Dokumente zu erstellen, der ist mit GDocBackup bestens bedient. Damit können Sie übrigens auch festlegen, in welchem Format Sie diese Dateien sichern wollen, so dass es beispielsweise ohne weiteres möglich ist, ihre Präsentationen als PDF-Dokumente zu speichern. Wie das Ganze funktioniert, zeigt Ihnen das nachstehend eingebettete kurze Video (ohne Ton). June 24 Medline Plus – medizinische Information auf höchstem NiveauWie Sie aus einem meiner Postings vom Beginn des Monats wissen, beschäftigen wir uns bei agora-wissen seit einiger Zeit intensiv mit Internetrecherche und Wissensmanagement speziell für Mediziner. In diesem Zusammenhang sind wir auf zahlreiche Quellen und Spezialsuchmaschinen gestoßen, die allerdings primär für ein kundiges Fachpublikum konzipiert sind. Einige wenige aber wenden sich gleichermaßen an Ärzte wie an interessierte Laien, die aus unterschiedlichen Gründen – zum Beispiel als von einer Krankheit betroffener Patient - zuverlässige und didaktisch gut aufbereitete Informationen zu diesem Bereich benötigen. Eben die erhalten Sie bei Medline Plus - gleichermaßen Portal wie Suchmaschine – das ich Ihnen heute vorstellen möchte. Die Website der “National Library of Medicine” bietet die Gewähr, dass alle Informationsangebote, die Sie dort finden, von Experten geprüft wurden und von daher ein hohes Maß an Verlässlichkeit aufweisen. Und die Fülle dessen, was Sie dort finden, ist, wie auch der nachstehende Screenshot mit den verschiedenen Kategorien zeigt, wirklich überwältigend.
Im “Drugs & Supplements”-Bereich erhalten Sie ähnlich umfangreiche und gut aufbereitete Informationen zu Arzneimitteln – verständlicher und umfangreicher als die diesbezüglich oft defizitären Beipackzettel. Die Enzyklopädie enthält über 4.000 Artikel über Krankheiten, Tests, Symptome, Operationen, angereichert mit einer Vielzahl von Fotos und Illustrationen. Übersichtsseite zum Thema Brustkrebs Dictionary und News dürften selbsterklärende Kategorien sein, wobei letztere durchaus für medizinisches Fachpersonal interessant sein dürften und im übrigen auch leicht zu nutzen sind; Sie können diese News nämlich auch einfach als RSS-Feed abonnieren! Die Directories, Ärzte- und Klinikübersichten, sind naturgemäß ausschließlich auf die Vereinigten Staaten ausgerichtet. Für Patienten sehr aufschlußreich dürfte die Kategorie “Surgery Videos” sein, in deren Rahmen eine Fülle von Operationen an allen möglichen Organen per Video nachvollzogen werden kann. Ärztinnen und Ärzte dagegen dürften von der Übersicht über derzeit fast 75.000 in 167 Ländern laufende klinische Erprobungen und Versuche (ClinicTrials.gov) profitieren, die ein Stück weit in die Zukunft neuer Diagnose- und Therapiemöglichkeiten blicken lassen. Vorbildlich, kann man da nur sagen, und das umso mehr, als sich dieser umfassende Fundus medizinischen Wissens natürlich auch bequem – von der Eingangsseite aus, aber auch im Rahmen einzelner Kategorien, wie beispielsweise ClinicTrials.gov – recherchieren lässt. Schade, dass – zumindest nach meiner Kenntnis – kein vergleichbar umfassendes und professionelles Angebot in deutscher Sprache verfügbar ist (falls Sie doch eines kennen sollten, lassen Sie es mich über Ihren Kommentar wissen). June 19 Quellensammlungen: Interaktive Map zu WTO-Streitfällen sowie Dokumentation zu den Beziehungen der USA zur muslimischen WeltÜber Postings des außerordentlich empfehlenswerten Resourceshelf-Blogs bin ich in den letzten Tagen auf zwei hochinteressante Quellensammlungen aufmerksam geworden, die zwei besonders natürlich für Politikwissenschaftlerinnen und Politikwissenschaftler bedeutsame Gebiete betreffen. Einmal bei der WTO, also der Welthandelsorganisation, anstehende Streitfälle zwischen Mitgliedstaaten. Zum anderen die Beziehungen der Vereinigten Staaten zu der muslimischen Welt, in denen durch die Kairo-Rede von Barack Obama, über die wir kürzlich berichtet hatten, eine neue Seite aufgeschlagen wurde. Interaktive Map zu den WTO-StreitfällenDie Website mit der interaktiven Map zu den WTO-Streitfällen offeriert Ihnen neben der Map eine Fülle von Zugangsmöglichkeiten zu allen relevanten, WTO-Auseinandersetzungen betreffenden Fällen. Sie können die zentralen Dokumente aufrufen und sich die Streitfälle in chronologischer Reihenfolge, geordnet nach Ländern oder Gegenstand anzeigen lassen. Das absolute Hightlight aber bildet die Map, die Sie nachstehend in einem Ausschnitt abgebildet finden, und die Sie unbedingt einmal selbst ausprobieren sollten. Dokumentensammlung: Beziehungen der USA zur muslimischen WeltDie Dokument- und Quellensammlung bei MERLIN (Military Education Research Library Network) vermittelt einen Überblick über die Entwicklung der US-Politik gegenüber der muslimischen Welt vom September 2001 bis heute. Dazu gehören unter anderem zentrale Statements der Bush- sowie der Obama-Administration, wichtige Hearings des Kongresses sowie Beiträge von Think Tanks, nichtstaatlicher Organisationen und Analysen aus dem universitären Bereich. Ein “Must read” für alle Kolleginnen und Kollegen, die zu diesem Bereich arbeiten. June 18 “Web 2.0 für Schulen” – ein Unterrichtspaket von agora-wissenWenn es in den letzten Monaten auf dem Agora-Wissen-Blog ruhiger war, als wir uns das gewünscht hätten, dann hatte das nicht zuletzt damit zu tun, dass wir intensiv am dem Produkt gearbeitet haben, das ich Ihnen heute vorstellen möchte. Es handelt sich um ein am 15. Juli 2009 erscheinendes Unterrichtspaket (Manuskript und CD-ROM) mit dem Titel “Web 2.0 für Schulen”. Der Gegenstand, mit dem es sich beschäftigt, könnte spannender und bedeutsamer kaum sein, denn die Entwicklung des Internet in den letzten fünf, sechs Jahren, die zusammenfassend mit dem Begriff Web 2.0 beschrieben wird, kommt für viele Bereiche, wie Politik oder Wirtschaft, insbesondere aber für Lehren und Lernen, einer Revolution gleich. An wen wendet sich das Unterrichtspaket? Das Unterrichtspaket wendet sich an alle Lehrerinnen und Lehrer, unabhängig von den Fächern, die sie unterrichten, denn die vorgestellten Instrumente können im Sprachunterricht ebenso genutzt werden, wie in den naturwissenschaftlichen Fächern, im Musik- und Kunstunterricht, in Gemeinschaftskunde oder Geschichte. Es dient dem Selbststudium, ist aber auch - das gilt vor allem für die Präsentationen und Videos - für den direkten Einsatz im Unterricht konzipiert und geeignet. Neben Lehrerinnen und Lehrern dürften auch Dozentinnen und Dozenten an Hochschulen und Universitäten oder in der Erwachsenenbildung in hohem Maße von der Lektüre des Manuskripts sowie insbesondere auch den Tutorials auf der CD profitieren. Worum geht es inhaltlich? Inhaltlich geht es einmal darum, zu erläutern, was Web 2.0 ist und wo und wie es sich auswirkt. Dies geschieht in erster Linie im Rahmen des beiliegenden Manuskripts. Auf der CD-ROM machen wir Sie eingehend mit den neuen und neuartigen Möglichkeiten und Instrumenten vertraut, die es für Ihre Arbeit und Ihren Unterricht offeriert, und die vor allem drei umfangreiche Bereiche betreffen:
Da ein Blogposting, das Ihnen dieses Paket näher vorstellt, viel zu lange würde, habe ich ein 13 Seiten langes PDF-Dokument für Sie zusammengestellt, das alle notwendigen Informationen enthält: Das Inhaltsverzeichnis und Auszüge aus einzelnen Kapiteln, die auch einen sehr guten Eindruck von den Inhalten der CD-ROM vermitteln, die 15 Präsentationen im Umfang von über 400 Seiten, 18 Videotutorials mit rund eineinhalb Stunden Laufzeit sowie Software umfasst. Dieses Dokument, das ich nachstehend für Sie eingebettet habe, können Sie entweder hier am Bildschirm lesen – mit der Schaltfläche ganz rechts außen schalten Sie in den Vollbildmodus, mit dem nach unten weisenden Pfeil links daneben können Sie den Zoom stufenlos verstellen – oder es sich mit Hilfe des Dropdownfelds “More” einfach auf Ihre Festplatte herunterladen und ausdrucken. Über den Link “Web 2.0 für Schulen (Vorschau) gelangen Sie zu Scribd, einem Dienst zum Dokumentenaustausch, auf dessen Servern die Datei liegt. Web 2.0 für Schulen (Vorschau)Subskription und Bestellung Falls das Paket Ihr Interesse findet, können Sie es noch bis zum einschließlich 14. Juli 2009 zum Subskriptionspreis von 31,50 € bestellen; der endgültige Preis ab dem 15. Juli wird 39,50 € betragen. Informationen dazu sowie zu allen anderen inhaltlichen und bestelltechnischen Aspekten finden Sie ebenfalls in der PDF-Datei. Falls Sie darüber hinaus noch Fragen haben sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung. June 17 Relaunch von ScienceResearch.comDass bei der Suche nach wissenschaftlichen Quellen Spezialsuchmaschinen gefragt sind, ist Ihnen, als Leserin oder Leser des Agora-Wissen-Blogs, sicherlich vertraut. Wenn diese Spezialsuchmaschinen darüber hinaus noch in der Lage sind, das so genannte Deep oder Invisible Web zu erschließen, das vom Umfang her weitaus größer ist als der Teil des Internet, den Google & Co. kennen, dann sollte man aufhorchen. Wenn es sich dann auch noch um eine so genannte Federated Search Engine handelt, die es ermöglicht, von einer Stelle aus gleichzeitig zahlreiche wichtige Datenbanken im Deep Web zu recherchieren, dann ist ein Blogposting zwingend. Den Anlaß zu diesem Posting gab ein umfassender Relaunch von ScienceResearch.com, einer Suchmaschine, die 2005 als Instrument zur Recherche nach Inhalten in wissenschaftlichen Zeitschriften an den Start gegangen war, mit der Deep Web Technologies, das Unternehmen, das hinter diesem und zahlreichen anderen Projekten zur Recherche des Deep Web, wie beispielsweise biznar (Business Search), mednar (Medizinrecherche) oder Scitopia (Wissenschaftssuche mit Schwerpunkt auf naturwissenschaftlichen Disziplinen) steckt, nun aber viel vorhat. Ziel ist es, das weltweit umfassendste Suchportal für wissenschaftliche Recherchen zu werden. Und weiter:
Schon jetzt erlaubt es ScienceResearch – der obige Screenshot zeigt die “Advanced Search” –, gleichzeitig und in Echtzeit, also nicht auf der Grundlage eines Indexes, mehr als 400! wissenschaftliche Datenbanken mit hochkarätigen Inhalten zu recherchieren, wobei Sie sich durch die Auswahl einer der 15 Kategorien, die am rechten Rand gerade noch zu erkennen sind, von vornherein auf Ihr Interessensgebiet konzentrieren können. Aber nicht nur diese Option der Vorauswahl, sondern insbesondere auch die zahlreichen Möglichkeiten zur Verfeinerung der Recherche, die im Fenster mit den Suchresultaten angeboten werden (vergleiche den nachstehenden Screenshot, der die Ergebnisse einer Suche zu “hubble” – im Titel - zeigt), erlauben es schnell und sehr zielgenau die gewünschten Ergebnisse zu finden. Hier sind nicht zuletzt die Cluster zu erwähnen, die auf der linken Seite eingeblendet werden. Darüber hinaus habe ich aber auch die Optionen zur unterschiedlichen Reihung der Resultate (Ranking, Datum, Titel, Autor) sowie zur Beschränkung der Anzeige auf ganz bestimmten Datenbanken als außerordentlich hilfreich empfunden. Das alles – und dazu gehört selbstverständlich auch und gerade die exzellente Qualität der Suchresultate - macht ScienceResearch für jede Wissenschaftlerin und jeden Wissenschaftler zu einem absolut unverzichtbaren Instrument. June 11 Will universities stay relevant? – ein lesenswerter Beitrag von Don TapscottDass Web 2.0 Lehren und Lernen tiefgreifend verändert hat und uns neue, neuartige und vielversprechende Möglichkeiten an die Hand gibt, die es zu nutzen gilt, dürfte zumindest in Insiderkreisen mittlerweile ein Gemeinplatz sein. Unzählige Publikationen, wie zum Beispiel die exzellente Monografie von Will Richardson, Blogs, Wikis, Podcasts, And Other Powerful Web Tools For Classrooms, aber auch wir hier im Agora-Wissen-Blog (hier der jüngste Beitrag), haben seit Jahren immer wieder darauf hingewiesen. Aber wie sieht es eigentlich mit der Umsetzung dieser Erkenntnis in den Universitäten aus? Was könnten, was müssten diese tun? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein außerordentlich interessanter Beitrag von Don Tapscott, dem Mitautor des Bestseller “Wikinomics”, über den wir vor einiger Zeit berichtet hatten. Mit einem längeren Zitat, das ich ausgewählt habe, möchte ich Sie nachdrücklich dazu ermuntern, den ganzen Beitrag zu lesen. Es lohnt sich.
Recht hat der Mann! Bleibt mir nur noch, Ihnen viel Spaß beim Lesen und – wie Maibritt Illner sagen würde – “viel Freude beim Vermehren der gewonnen Einsichten” zu wünschen. June 10 Professionelle Internetrecherche und Wissensmanagement für Mediziner – ein Seminar von Agora-WissenPräzise zu recherchieren, in seinem Wissensgebiet auf dem Laufenden zu bleiben, Wissen und Informationen schnell wieder zur Verfügung zu haben – das ist offensichtlich in allen Bereichen wissenschaftlichen Arbeitens zu einem entscheidenden Erfordernis geworden. Es gibt allerdings ein Feld, in dem dies nicht nur wichtig ist, sondern im wahrsten Sinne des Wortes überlebenswichtig sein kann, die Medizin. Auch hier gilt natürlich, dass grundsätzlich all die fantastischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen, über die Sie, als Leserin oder Leser des Agora-Wissen-Blogs, Bescheid wissen: medizinische Spezialsuchmaschinen, Alerts, die Suchergebnisse automatisch auf den neuesten Stand bringen, RSS-Feeds, automatische Übersetzung etc., etc. Aber haben Sie je bei einem Besuch in einer Praxis Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auf eine Frage hin schnell seine oder ihre RSS-Feeds durchgehen oder eine der medizinischen Suchmaschinen konsultieren sehen? Mit großer Wahrscheinlichkeit nicht. Das liegt in den meisten Fällen aber nicht daran, dass diese Personengruppe nicht bereit wäre, neue Möglichkeiten zu nutzen, sondern daran, dass sie einfach nicht weiß, dass es Web 2.0, ein Deep Web, medizinische Spezialsuchmaschinen, RSS und vieles andere mehr gibt und von daher das Potenzial, das diese Instrumente bieten, um sich auf dem Laufenden zu halten, überhaupt nicht kennen kann. Der Grund ist offensichtlich. Diejenigen die gleichsam an der Front der medizinischen Versorgung stehen, die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, sind in der Regel mit anderen Aufgaben hoffnungslos überlastet und haben von daher eben einfach nicht die Zeit, sich darüber zu informieren. Dies waren, kurz gesagt, die Überlegungen, die uns dazu veranlasst haben, über eine Lösung für dieses Problem nachzudenken, und wir sind fest davon überzeugt, eine gefunden zu haben. Sie besteht aus einem eintägigen Seminar, an dessen Konzeption und Inhalten wir in den letzten Monaten intensiv gearbeitet und gefeilt haben, und dessen Programm Sie auf der Eingangsseite unserer Website als PDF-Dokument herunterladen können. Es trägt den Titel “Professionelle Internetrecherche und Wissensmanagement für Mediziner” und findet am Samstag, dem 18. Juli 2009 von 10.00-18.00 in einem hervorragend ausgestatteten PC-Raum, statt. Es richtet sich natürlich primär am Ärztinnen und Ärzte, die übrigen Interessiert? Dann finden Sie alle notwendigen Informationen in einem vierseitigen Papier, das Sie, wie bereits erwähnt, von unserer Website herunterladen können. Selbstverständlich stehe ich auch vorab für Rückfragen, die Sie möglicherweise haben, zur Verfügung. Die Kontaktdaten finden Sie im Programm. June 09 Springpad – das Schweizer Taschenmesser für Ihre Online OrganisationWeb-Notebooks, mit deren Hilfe Sie schnell und bequem Websites – oder Teile davon –, die für Sie interessant sind, online, auf dem Server des jeweiligen Dienste-Anbieters, speichern und zum Teil sogar anschließend bearbeiten sowie mit Hilfe von Tags sehr gut erschließen und so das spätere Wiederauffinden erleichtern können, gibt es eine Vielzahl. Ein Beitrag des Mashable Blogs etwa führt allein 17 auf! Ein gutes Beispiel dafür ist Evernote. Mindests eben so groß dürfte die Anzahl der webbasierten Personal Organizer – Beispiele wären hier Remember the Milk oder der Zoho Planner – sein. Lösungen, die beides in wirklich überzeugender Form vereinigen, habe ich allerdings bislang noch nicht kennengelernt – mit Ausnahme von Springpad, und das ist der Grund, warum ich Ihnen diesen Dienst heute vorstellen möchte. Die Grundlage für die Arbeit mit Springpad bilden – Springspads, das sind im Grunde nicht anders als einzelne Notebooks, die für Sie die verschiedensten Themengebiete anlegen können. Der Unterschied zu Diensten wie dem Google Notebo In der nächsten Abbildung sehen Sie eine derartige vorstrukturierte Lösung, den “School Project Manager”. Wie Sie unter (1) erkennen können, wurden schon drei verschiedene Registerkarten für Sie angelegt, die die Übersicht enorm erleichtern. (2) vermittelt eine – nicht vollständige – Übersicht der Elemente die Sie in ein Springpad einfügen können. Auch diese Auswahl erweist sich in der täglichen Praxis als sehr hilfreich. Sie können etwa bei einem Projekt mit dem “Budget” Ihre Kosten im Blick behalten, ein Treffen oder Termine ganz allgemein planen, Dateien hochladen und Ihren Projekten hinzufügen und, und, und. Beispiel für ein vorgefertigtes Springpad Wenn Sie Springpad, so, wie ich jetzt schon seit ca. zwei Monaten, regelmäßig nutzen, kommen natürlich nach und nach immer mehr Springpads hinzu. Aufgrund der Orientierungshilfen im Form von Tags sowie Übersichtsseiten, die Sie mit Hilfe von allen möglichen Filtern ganz individuell gestalten können, verlieren Sie dennoch nie den Überblick und haben blitzschnell immer die Informationen parat, die Sie gerade brauchen. So, wie Ihnen das der nachstehende Screenshot zeigt, bei dem ich aus Platzgründen die linke vertikale Navigationsleiste mit Links zu den einzelnen Springpads etwas in die Seite hinein geschoben habe. Springpad Übersichtsseiten und Navigationshilfen Das Verschieben oder Kopieren von einzelnen Elemente zwischen Springpads geschieht ganz einfach per Drag and Drop. Ebenfalls kinderleicht ist das Hinzufügen von Web-Snippets. Beim Anmelden für Springpad ziehen Sie ein kleines Bookmarklet in die Symbolleiste Ihres Browsers. Wenn Sie dann Inhalte von einer Website hinzufügen möchten, markieren Sie diese, klicken auf das Bookmarklet, füllen die Angaben im sodann erscheinenden Dialogfenster aus, das heißt insbesondere, dass Sie ein Springpad auswählen, in dem Sie den Ausschnitt speichern wollen und Tags vergeben können. Der nachstehende Screenshot zeigt Ihnen das am Beispiel eines Postings des Agora-Wissen-Blogs, das ich einem meiner Springpads hier zur Demonstrationszwecken hinzufüge. Websnippet zu Springpad hinzufügen Bei Springpadit handelt es sich – lassen Sie sich da nicht durch die Rezeptsammlungen oder Restaurantübersichten, die Sie in öffentlichen Springspads finden, täuschen – um eine hochprofessionelle Lösung, mit der ich alle meine Aufgaben in Forschung, Lehre, beim Schreiben von Manuskripten oder Seminarpapieren, aber auch im privaten Bereich organisiere. Eine Lösung, für die ich sogar, und das will einiges heißen, Remember the Milk aufgegeben habe. Ich kann Ihnen nur empfehlen, Springpad einmal für einige Tage auszuprobieren, was umso leichter fällt, als der Dienst kostenlos ist. Es lohnt sich wirklich. June 07 OffiSync – Cloud oder Desktop, das ist hier nicht mehr die FrageMit OffiSync steht seit kurzem eine Software zur Verfügung, die Ihre lokale Microsoft Office Suite (in den Versionen 2003 oder 2007) und Ihren Google Docs Account in geradezu idealer Weise verbindet. Nach der Installation der Software finden Sie in Ihren Office-Anwendungen (Word, Excel und Powerpoint) eine neue Menüleiste, die Ihnen – nach Anmeldung und Autorisierung - direkten Zugriff auf Ihre Google Docs gibt. Sie können Dokumente dort speichern und von dort öffnen, neue Dokumente anlegen, neue Verzeichnisse erstellen oder alte, nicht mehr gebrauchte löschen, und, und, und. Nun mögen Sie fragen, weshalb das denn überhaupt nötig sei, bietet doch Microsoft mit den kürzlich besprochenen Office Live Work Spaces selbst eine Lösung an, die es erlaubt, Office Dokumente online zu sichern und dort auch mit anderen zusammen zu bearbeiten. Der Grund ist einfach der, dass das Teilen von und die gemeinsame Arbeit an Dokumenten bei Google Docs deutlich besser und komfortabler möglich ist, als bei Office Live Work Spaces. Das gilt insbesondere für die Zusammenarbeit in Echtzeit. Mit anderen Worten: Sie vereinen mit OffiSync die Vorzüge der Cloud und des Desktops im Rahmen einer einfach zu handhabenden aber dennoch sehr funktionsreichen Lösung, deren ganze Breite das folgende Video sehr anschaulich demonstriert. Ich bin mir sicher, Sie werden die zusätzlichen Optionen, die sich mit OffiSync für Ihre Arbeit eröffnen, in Kürze nicht mehr missen wollen. June 06 Deep Web Suchmaschinen in Ihren Browser integrierenDer weitaus überwiegende Teil der für Forschung und Lehre relevanten und interessanten Quellen liegt im so genannten Deep oder Invisible Web verborgen, das durch Suchmaschinen wie Google, Yahoo! oder Ask aus technischen Gründen nicht erfasst werden kann (ausführliche Erläuterungen dazu finden Sie in einem außerord Was aber tun? Nun, integrieren Sie doch einfach gleich einige der herausragenden Deep Web Suchmaschinen direkt in Ihren Browser, dann kommen Sie erst gar nicht mehr in Versuchung sich allein auf Google zu verlassen. Und das geht so. Surfen Sie zur Website von DeepWeb Technologies, einem der Pioniere in Sachen Deep Web Suche, und fügen Sie die dort angebotenen Suchmaschinen, die alle jeweils gleichzeitig zahlreiche Deep Web Datenbanken durchsuchen, per Mausklick dem Suchfeld Ihres Browsers (funktioniert derzeit mit dem Internet Explorer und Firefox) hinzu, so, wie Ihnen das der nebenstehende Screenshot zeigt. Dann können Sie ab sofort Ihre Suchbegriffe in das Suchfeld rechts oben im Browserfenster eingeben und dort eine dieser Suc Viel Spaß und Erfolg bei Ihren Recherchen im Deep Web! June 05 Mit Creately online Schaubilder und Visualisierungen erstellenGerade heute ist in einem Posting des Mindjet-Blogs, das die Ergebnisse einer Studie der Wharton School of Business referiert, einmal mehr auf die herausragende Bedeutung von Visualisierung hingewiesen worden, wenn es darum geht, Sachverhalte klar und verständlich zu präsentieren. Anlaß für mich, Sie mit einer webbasierten Anwendung, Creately, bekannt zu machen, die es Ihnen aus vielerlei Gründen leicht macht, Gedanken, Ideen, komplexe Sachverhalte etc. zu visualisieren. Das liegt einmal an der exzellent gestalteten Nutzeroberfläche, die Ihnen, wie der nachstehende Screenshot zeigt, bei jedem Arbeitsschritt die Instrumente bereit stellt, die Sie gerade benötigen. Es liegt zum zweiten an der Vielzahl der Als exzellent dürfen darüber hinaus die Möglichkeiten der Zusammenarbeit bezeichnet werden, die Creately offeriert. Und schließlich funktioniert auch der Export von Creately-Schaubildern als PDF- oder Grafikdatei (in die Formate JPG und PNG – Sie sollten, wenn Sie qualitativ hochwertige Ergebnisse benötigen, immer das letztere wählen) sehr gut. Übrigens ganz im Gegensatz zu Gliffy, einem direkten Konkurrenten zu Creately! Hier kommt es zumindest bei mir beim Export als Grafik immer wieder zu Problemen. Genug gesagt. Machen Sie sich auf der Grundlage des nachstehenden, instruktiven Videos selbst ein Bild. Ich bin mir sicher, dann werden Sie die Software einmal selbst testen wollen. Viel Spaß dabei. June 04 Obamas Kairo-Rede per SMS – Government2.0 international und mobilWenn Sie sich auch nur etwas für Politik interessieren, werden Sie wissen, dass heute eine außerordentlich bedeutsame Rede von Barack Obama in Kairo ansteht. Eine Rede, in der insbesondere das Verhältnis der Vereinigten Staaten zur arabischen Welt auf eine neue Grundlage gestellt werden soll. Das ist aber nicht der einzige Grund, weswegen dieses Ereignis Interesse verdient. Es markiert auch eine neue Qualität in der Nutzung des Web und mobiler Endgeräte zur Information und Einbeziehung des Publikums. Während die bisherigen, außerordentlich umfangreichen, intensiven und in ihrer Qualität bislang einmaligen Bemühungen Obamas zur Einbeziehung des Web 2.0, sowohl während seiner Wahlkampagne (vergleiche zum Beispiel den Beitrag von Michael Arrington “The Internet As A Force In Politics: “Obama Would Not Have Won Without The Internet” vom 08.11.2008) als auch seit Beginn seiner Präsidentschaft (vergleiche dazu die Übersicht auf usa.gov) primär auf seine Landsleute abzielten, soll diesmal ein internationales Publikum angesprochen werden. Und das nicht nur über beispielsweise Facebook und MySpace, auf denen das Manuskript der Rede in insgesamt 13 Sprachen zur Verfügung stehen wird, sondern auch per SMS! Angesichts der massiven Zensur des Web in vielen Ländern - aktuell aufgrund des Jahrestags der furchtbaren Ereignisse auf dem Platz des himmlischen Friedens vor allem in China – ein sehr kluger Schachzug! Die Anmeldung für diesen SMS-Service ist denkbar einfach. Surfen Sie zu der nachstehend abgebildeten Seite America.gov. Dort füllen Sie ein einfaches Formular aus … … und erhalten schließlich eine – hier nicht abgebildete – Bestätigung. Das war’s schon. Sie werden auf diese Weise aber nicht nur informiert, sondern sind auch aufgefordert, zurückzuschreiben und Ihre Meinung zu sagen, und das State Department wird einen Teil dieser Kommentare auf einer eigenen Website publizieren. Der 04. Juni 2009 darf also getrost als Meilenstein angesehen werden – nicht nur für die Entwicklung der Beziehungen der USA zur arabischen Welt, sondern auch mit Blick auf die neue Qualität der Nutzung des Web durch die Politik: für ein internationales Publikum über mobile Endgeräte. Ich bin auf jeden Fall gespannt, sowohl auf die Rede als auch auf die Kommentare – vielleicht ist ja Ihrer auch dabei! June 03 Microsoft Office Live Workspace – der Desktop geht ins Web“Der Desktop geht ins Web?” – da mögen vielleicht manche von Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, fragend die Stirn runzeln. War das nicht umgekehrt? – das Web wird zum Desktop. Sie haben völlig recht. Wir haben hier bislang, wenn es um Online-Kooperation ging, ausschließlich über Angebote berichtet, die wie Google Docs oder die Zoho Office Suite, tatsächlich aus dem Web kommen und für das Web entwickelt wurden. Das hatte und hat auch durchaus seine Gründe, denn diese Angebote sind auch heute noch immer zum großen Teil kostenlos und bieten ungeschlagene Möglichkeiten der Zusammenarbeit über das Web. Es gibt aber auch – daran bin ich durch die Arbeit an einem größeren Manuskript für den Druck wieder nachdrücklich erinnert worden – (noch) deutliche Grenzen für derartige Anwendungen. Ein komplex formatiertes Textdokument mit Marginalienspalte und vielen anderen Feinheiten lässt sich so mit Google Docs & Co. nicht erstellen. Hinzu kommen andere Aspekte, die zahlreiche Nutzer zögern lassen, ihre ganzen gewohnten lokalen Office-Anwendungen einfach gleichsam in die Ecke zu stellen. Wer sich, so wie beispielsweise auch ich, in vielen Arbeitsstunden ein hohes Maß an Expertise für Word, Powerpoint und Excel angeeignet hat, der möchte diese Investition genau so wenig einfach abschreiben wie ein Unternehmen, das beträchtliche Summen für den Erwerb von Microsoft Lizenzen ausgegeben hat. Genau hier kommen Angebote wie Microsoft Office Live Workspace ins Spiel, die es Anwendern ermöglichen mit ihren gewohnten Applikationen zu arbeiten aber dennoch auch die Vorzüge einer Online-Kooperation zu nutzen. Was Microsoft Office Live Workspace – übrigens ein kostenloser Dienst – ist, wie Sie es einrichten, wofür Sie es nutzen können und viele andere Fragen mehr beantwortet Ihnen ein umfangreicher, sehr instruktiver und auch eine ganze Reihe von Videotutorials umfassender Beitrag (in englischer Sprache), den ich Ihnen sehr zur Lektüre empfehlen möchte. Vielleicht ist ja gerade für Sie das die Lösung, nach der Sie gesucht haben. May 28 Lehren und Lernen im 21. Jahrhundert – kennen wir die Möglichkeiten?Angesichts der täglichen und – seit es Twitter gibt – minütlichen Nachrichten über neue Web 2.0-Anwendungen und Dienste, die uns Lehren und Lernen erleichtern helfen sollen, kommt irgendwann der Punkt, wo man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht oder, anders ausgedrückt, die grundlegenden Veränderungen des Webs in den letzten fünf, sechs Jahren und deren Implikationen aus dem Auge verliert. Das vorliegende Posting versteht sich als Versuch, wieder einmal daran zu erinnern. Zentrale Lernhemmnisse in der Vergangenheit Wie dramatisch, ja revolutionär diese Veränderungen sind, wird in besonders eindrücklicher Weise deutlich, wenn man sich in Erinnerung ruft, dass der Alltag im Umgang mit Wissen, Forschung und Lernen jahrtausendelang durch drei zentrale Probleme geprägt war.
Lehren und Lernen im Wunderland Eine weltweite Kommunikation und intensive Zusammenarbeit zwischen Menschen, die sich intensiv für eine Materie interessieren, und sei es auch in der kleinsten Nische und in einem noch so exotischen Fachgebiet, ist ohne jegliche Probleme möglich. Sie können heutzutage in einem geografisch weltweit verstreuten Team so intensiv kooperieren als ob Sie im gleichen Büro säßen. Man muss nur wissen, dass es entsprechende Dienste gibt und die Fähigkeit besitzen, sie zu benutzen. Diese enge weltweite Kooperation wird heutzutage auch nicht mehr durch die Sprachbarriere behindert. Es ist möglich, in Sprachen zu recherchieren, deren Schriftzeichen, wie beispielsweise beim Chinesischen oder Arabischen, Ihnen wie Hieroglyphen anmuten, und seit einigen Tagen kann ich von meinem webbasierten E-Mail-Programm, Gmail, aus mit einem Mausklick Nachrichten aus allen möglichen Sprachen - der Screenshot zeigt eine Mail in Russisch - ins Deutsche oder Englische übersetzen. Das bedeutet, dass ein Schriftwechsel mit einem japanischen, kroatischen oder eben russischen Kollegen problemlos möglich ist, ohne dass der eine die Sprache des anderen versteht. Während wir bei einem realen Treffen also auf Zeichensprache angewiesen wären, können wir über das Web kommunizieren. Man muss nur die Adresse von Google Translate oder dem Microsoft Translator kennen oder wissen, dass die automatische Übersetzungsfunktion in Gmail unter “Settings” – “Labs” – “Message Translation” aktiviert wird. Aber kennen unsere Schüler, Lehrer, unsere Professorinnen und Studierenden diese Möglichkeiten und nutzen sie sie? Wer die Pisa-Tests von morgen gewinnen will, der jedenfalls sollte sie kennen. |
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