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    July 29

    Mindmapping für Studierende und Dozenten

    Über die besonderen Vorzüge des Mindmapping in Forschung, Lehre und Studium habe ich an dieser Stelle schon häufiger berichtet. Deswegen freue ich mich auch, sie auf einen aktuellen Blog-Beitrag von Michael Sampson hinweisen zu können, der unsere diesbezüglich vorhandenen Erkenntnisse noch weiter ergänzen und ausbauen hilft. Außerordentlich lesenswert sind darüber hinaus aber auch einige Artikel, die Michael als Links in seine Ausführungen eingebaut hat.
    Einmal die ganz konkreten Vorschläge zur Nutzung von Mindmapping um Vorlesungen zu verfolgen, Seminarpapiere zu schreiben oder Ihre Projekte zu organisieren, die Sie wirklich sofort eins-zu-eins in Ihre eigene Arbeitspraxis einbauen können. Zum anderen aber auch der Bericht
    "Academic uses Mindjet® MindManager® to improve the process of creating on-line courses" (den Link dazu finden Sie unter dem Abschnitt "Further reading"), der auf den engen Zusammenhang zu einer weiteren, für den vorliegenden Blog zentralen Kategorie, nämlich e-learninig, verweist. Die Website des Kollegen auf die dieser Beitrag verweist, und die den bezeichnenden Namen "Map-a-course... Designing E-Maps for online courses" trägt, und die auch Demo-Videos enthält, sollten Sie sich auf jeden Fall einmal ansehen.
    July 28

    Studie und Fallbeispiele zu e-learning an deutschen Hochschulen

    Allen, die sich mit e-learning an Hochschulen beschäftigen, möchte ich heute gleich zwei Beiträge von e-teaching.org nachdrücklich zur Lektüre empfehlen. Dabei handelt es sich zum ersten um eine Umfrage, auf die im e-teaching Blog hingewiesen wird. In ihrem Rahmen wurden Personen befragt, "die an deutschen Hochschulen unmittelbar für die Planung, Entwicklung und Implementierung von E-Learning-Szenarien verantwortlich sind und folglich den besten Überblick über das E-Lehre-Angebot an ihrer Hochschule haben" (Benita Werner, Status des E-Learning an deutschen Hochschulen, Stand 27.07.2006, Seite 1). Dieser Personenkreis wurde zu folgenden vier Bereichen befragt:
    • Faktoren, die das E-Learning an der Hochschule beeinflussen
    • Verbreitung von E-Learning an der Hochschule
    • Ressourcen, Mittel und Strukturen für E-Learning an der Hochschule
    • Merkmale der Hochschule
    Die Ergebnisse der 24 Seiten umfassenden Studie (vergleiche das Inhaltsverzeichnis als Screenshot) sind zweifellos eine wichtige Informationsgrundlage für alle, die in irgendeiner Form mit der Thematik zu tun haben.
    Das gilt gleichermaßen aber auch für die Fallstudien zu den Implementierungsstrategien einzelner Hochschulen (unter anderem Uni Basel, Uni Münster, Uni Stuttgart und Uni Zürick), die  e-teaching.org zusammengestellt hat. Eine wie ich finde außerordentlich anregende und spannende Lektüre, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten.



    Tutorial zum Google Page Creator

    Schon ganz zu Beginn unseres Seminars hatten wir Sie auf die Möglichkeit hingewiesen, mit dem kostenlosen Tool "Google Page Creator" ganz schnell, ohne Mühe und Programmierkenntnisse, eine eigene kleine Website einzurichten. Eine interessante Option sowohl für Dozenten - wenn Sie beispielsweise zu einem bestimmten Seminar einen Platz für Nachrichten und für Dokumente benötigen, die heruntergeladen können werden sollen -, wie für Studierende, etwa für die Zusammenarbeit und den Dokumentenaustausch in einer Referatsgruppe.
    Obwohl der Page Creator wirklich sehr einfach zu handhaben ist, so kann es doch sein, dass manche von Ihnen, die noch nicht so sehr mit dem Web vertraut sind, gerne eine kurze Anleitung hätten, bevor Sie
    beginnen damit zu arbeiten. Ein derartiges kleines Tutorial steht nun seit gestern zur Verfügung. Dabei handelt es sich um den Beitrag von Robert Chromow, Google Page Creator: Homepage-Baukasten zum Nulltarif. Seine Lektüre hilft meines Erachtens auch zu entscheiden, ob die begrenzten Möglichkeiten des Tools für die von Ihnen geplanten Zwecke auch wirklich ausreichen.
    Wenn Sie sich also für Google Page Creator interessieren oder Ihre Kenntnisse dazu verbessern wollen, nutzen Sie diese sehr nett aufbereitete und praxisorientierte Anleitung.

    Anleitung zur Nutzung von Gliffy bei Akademie.de

    Wie Sie sich vielleicht erinnern werden, hatte ich vor einiger Zeit an dieser Stelle über Gliffy berichtet, einem neuen Online-Dienst, der die Möglichkeit bietet, Visualisierungen - ähnlich wie mit Visio - online zu erstellen. Und das auch noch kostenlos und verbunden mit der Möglichkeit, mit anderen über das Web zusammenzuarbeiten. Was allerdings bisher gefehlt hat, war ein Tutorial zu Gliffy, das es ermöglicht hätte, diesen Online-Dienst auch wirklich effektiv und optimal zu nutzen.
    Diese Lücke hat jetzt Olivia Adler bei Akademie.de mit Ihrem in der PDF-Version 16 Seiten umfassenden Beitrag zum Thema "Gliffy: Online Diagramme und Charts erstellen" geschlossen. In gewohnter Akademie.de-Qualität, das heißt mit zahlreichen Schaubildern und didaktisch gut aufbereitet, führt Sie den Leser beziehungsweise potenziellen Nutzer auch in die versteckteren Funktionen von Gliffy ein. Pflichtlektüre für jeden, der diesen Online-Dienst nutzen will! Und denken Sie bitte daran, das derartige Beiträge für Nicht-Akademie.de-Mitglieder nur für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung stehen!

    Mehr öffentliche Beteiligung bei EU-Umweltpolitik

    Wie gestern besprochen, gehört mehr Transparenz von Entscheidungen zu einem der entscheidenden Aspekte bei der Diskussion um Good Governance. Wie schwer es allerdings in der Praxis der EU - zum Beispiel aufgrund von unterschiedlichen Interessen - fällt, dies umzusetzen, belegt eine aktuelle Entscheidung des Ministerrats, den Prinzipien der so genannten Aarhus Konvention zuzustimmen und damit den Grad öffentlicher Beteiligung in der Umweltpolitik zu erhöhen.
    Worum es bei dieser Entscheidung geht, was sie an konkreten Verbesserungen bringt beziehungsweise nicht bringt - und warum -, darüber informiert ein aktueller Beitrag von Euractiv.com, der, wie üblich, auch wieder zahlreiche interessante Links umfasst, über die Sie sich weiter informieren können.

    July 27

    Neues bei der Blogsuche - Technorati grundlegend überarbeit

    "Technorati rolls out a major update" - so lauteten die Schlagzeilen in den Blogs vor drei Tagen, und in der Tat ist einer der Veteranen der Blogsuche einer sehr umfangreichen und grundlegenden Überarbeitung unterzogen worden und zwar sowohl vom Design und der Anlage der Website her, als auch was zentale Funktionen angeht. Das Problem ist nur, dass sich die Vielzahl der Funktionen und Möglichkeiten nicht gerade auf den ersten Blick erschließt - und das gilt auch und gerade für Kolleginnen und Kollegen sowie für Studierende, die sich bislang kaum, wenn überhaupt, mit Blogs und Blogsuche beschäftigt haben.
    Ich möchte Sie deswegen an dieser Stelle auf zwei Beiträge hinweisen, die Ihnen helfen werden, sich rasch mit dem neuen Technorati zurechtzufinden und seine wirklich verblüffenden Möglichkeiten möglichst effektiv zu nutzen. Das ist einmal ein längerer, aufschlußreicher Artikel von Dave Sifry im Rahmen des offiziellen Technoratie-Weblogs, der die Hintergründe und die Zielrichtung des Relaunches erläutert und außerdem auch ein Video beinhaltet, das Ihnen die wichtige Neuerungen zeigt und erläutert.
    Da ist zum zweiten ein zwei Teile umfassender Beitrag von Wendy Boswell. Der erste gibt eine grundlegende Einführung in das neue Technorati, und der zweite gibt Tipps, wie die verschiedenen angebotenen Suchmöglichkeiten bei der Advanced Search
    • Keyword Search
    • URL Search
    • Tag Search
    • Blog Directory Search
    eingesetzt werden können. Die sollten Sie im übrigen alle einmal im Vergleich testen, um selbst einen Eindruck von den völlig unterschiedlichen Ergebnissen, die Sie damit jeweils erzielen, zu bekommen. Werfen Sie außerdem auch einen Blick auf die weiterführenden Funktionen, denn mit Technorati lassen sich nicht nur Blogs auf die unterschiedlichste Weise durchsuchen, Sie können dort auch Ihren eigenen Blog anmelden oder von Ihnen als besonders wichtig angesehenen Blogs als Favoriten speichern und so deren Postings und Diskussionen von zentraler Stelle aus verfolgen.
    July 25

    Professionelles Präsentieren mit PowerPoint

    Professionell mit PowerPoint präsentieren - wer möchte das nicht? Aber selbstverständlich braucht man dazu auch die notwendigen Hinweise, Ressourcen und Tipps.  Eine kommentierte Auswahl der besten Web-Ressourcen zu dieser Thematik findet sich in dem Beitrag "Powerful Pointers for Presenters".
    Hier sind von den beiden Autoren unter den Kategorien
    • The Basics;
    • Presentation Resources;
    • Tips, Techniques and Templates;
    • Advanced Ressources
    über 20 wirklich herausragende Internetquellen zusammengestellt und  ausführlich besprochen worden, von denen jede einzelne einen Besuch lohnt. So beispielsweise bei der Presenters University (vergleiche dazu den Screenshot am Ende dieses Beitrags) oder bei Dennis Kennedy, der 10 Tipps zur Verbesserung Ihrer PowerPoint-Präsentationen für Sie bereit hält. Es lohnt sich.
    Wie immer viel Spaß beim Surfen - und viel Erfolg bei der Erstellung Ihrer Präsentationen.
    July 24

    Literatur- und Internetquellenverzeichnis zum Thema Präsentieren

    Rebecca Madaus hat zu Block 3 unseres Seminars, bei dem es um das Präsentieren im Seminar geht, ein kurzes, sich auf zentrale Quellen konzentierendes Literatur- und Internetquellenverzeichnis angelegt. Es umfasst sowohl Titel zum Präsentieren ganz allgemein, als auch Beiträge speziell zu PowerPoint und Visio, also zwei der ganz wichtigen Visualisierungs-Hilfsmittel für Präsentationen. Nehmen Sie sich einmal eine Stunde Zeit, um sich die Beiträge im Einzelnen anzusehen. Sie werden sehen, es lohnt sich.
    Viel Spass bei der Lektüre und herzlichen Dank an die Autorin!

    Präsentieren

    • Apel, Hans-Jürgen 2002:Präsentieren - die gute Darstellung : Darstellen: Vortragen, Vormachen, Vorführen, Visualisieren - Baltmannsweiler : Schneider-Verl. Hohengehren.
    • Dr. Albert Thiele: Kleiner Knigge.Präsentieren und vortragen - aber richtig, unter: http://www.heise.de/ct/01/11/172/.
    • Ein Thema erarbeiten und präsentieren, unter: http://tinyurl.com/egb75.
    • Feuerbacher, B., 1998: Professionell präsentieren - mit und ohne Computer, Heidelberg.
    • Hierbold, Emil 2001: Sicher präsentieren - wirksamer vortragen : Tips und Tricks für den überzeugenden Auftritt, neue Visualisierungs- und Gestaltungsideen, PC-Präsentationen, Target-Gruppenanalysator - 5., aktualisierte Aufl., 2. Dr. - Wien: Wirtschaftsverl. Ueberreuter.
    • Hierhold, E., 1998.: Sicher präsentieren - wirksamer vortragen, Wien.
    • Kropp, Waldemar / Huber, Alfred 2006: Studienarbeiten interaktiv : erfolgreich wissenschaftlich denken, schreiben, präsentieren - Berlin : Schmidt.
    • Projekte überzeugend präsentieren, unter: http://tinyurl.com/f7yzc.
    • Rückriem, Georg/ Stary, Joachim 2001: Techniken wissenschaftlichen Arbeitens : Recherchieren, Präsentieren ; multimediale Präsentationen ; interaktive Übungen und Beispiele ; Glossar, Notizfunktion, Formblätter - Berlin : Cornelsen Scriptor.
    • Sarnoff, D.1990: Auftreten ohne Lampenfieber, Frankfurt/New York.
    • Seifert, Josef W. 2004: Visualisieren, Präsentieren, Moderieren. - 21., erw. Aufl.. - Offenbach : GABAL.
    • Thiele, A., 2000: Innovativ präsentieren, Frankfurt/Main.

    Powerpoint

    • 15 Top PowerPoint Tips, in: PC Magazine, 12/30/03.
    • 8 Power-Tipps für die PowerPoint-Präsentation, unter: http://tinyurl.com/9kb3c
    • Guan, Ying-Hua, 2003: So wird das Puzzle gelöst! : die Wirkung von Multimedia-Präsentationen auf die Informationsverarbeitung. In: Forschung an der Universität Bielefeld, Bd. 25, S. 25-28.
    • Make a Word Document a PowerPoint Presentation, in: PC Magazine, 6/14/01.
    • Martina Peitzmann: Tipps für Ihre Präsentations-Folien, unter: http://tinyurl.com/eqc6r
    • Praesentation: Overhead-Folien sind ein beliebtes Hilfsmittel, in: MASCHINENMARKT - WURZBURG- 1996, Vol. 102, Nr. 21, S. 56ff.
    • Ravens, Tobias 2004: Wissenschaftlich mit PowerPoint arbeiten : [von PowerPoint 2000 bis PowerPoint 2003 - 2. Aufl.. - München [u.a.] : Pearson Studium.
    • Schiecke, Dieter/ Bork, Pia/ Pfeifer, Eckehard 2006:Microsoft Office PowerPoint 2003 - Das Handbuch : [Insider-Wissen - praxisnah und kompetent]. - 2., erw. u. aktualisierte Auflage - Unterschleißheim : Microsoft Press.
    • Wodarz, N.2004:Microsoft Update: PowerPoint 2003, in:SCHOOL BUSINESS AFFAIRS, Vol. 70, Nr. 6, S. 36ff.

    Visio

    • Lelic, Senaj./David, Thomas 2005: Microsoft Office Visio 2003, das Handbuch, Unterschleißheim : Microsoft Press.
    • Microsoft Office Visio 2003 Professional, in: PC Magazine, 2/17/04 by M. David Stone.
    • Visio 2003, Grundlagen, unter: http://tinyurl.com/eozxt.





    July 23

    Neues Eurobarometer: Informationen zur Öffentlichen Meinung in der EU und ihren Mitgliedstaaten

    Das im Juli erschienene Eurobarometer 65 vermittelt wieder interessante Einsichten in die neuesten Entwicklungen bei der Öffentlichen Meinung zur EU. Der Bericht berücksichtigt die 25 Mitgliedstaaten, die zwei Beitrittsstaaten, Bulgarien und Rumänien, sowie die zwei Beitrittskandidaten, mit denen derzeit Verhandlungen geführt werden (Kroatien und Türkei) und der türkisch-zyprotischen Gemeinschaft. Eine kurze Besprechung dazu finden Sie hier.
    July 22

    Und noch einmal: Weblogs in der Lehre

    Nach einer systematischeren Suche zur Thematik meines gestrigen Postings bin ich auf einen hochinteressanten Beitrag zum Thema "Weblogs in der Lehre" gestoßen. Das 10 Seiten umfassende PDF-Dokument, verfasst von Stefanie Panke und Uwe Ostermeier, befasst sich auf der Grundlage von drei Fallbeispielen systematisch und wissenschaftlich fundiert mit den Möglichkeiten - und Grenzen - des Einsatzes von Weblogs in der Lehre (das Inhaltsverzeichnis finden Sie als Screenshot am Ende dieses Beitrags abgebildet).
    Die Lektüre der aufschlussreichen Fallbeispiele ist jedem zu empfehlen, der beabsichtigt, dieses Instrument in seinen (Online-)Veranstaltungen einzusetzen. Die Quellen- und Literaturübersicht am Ende stellt darüber hinaus einen hervorragenden Ausgangspunkt für eine weitere, intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema dar.
    All denjenigen von Ihnen, die sich für das Thema e-teaching im weitesten Sinne interessieren, möchte ich außerdem einen Besuch von Website und Blog von e-teaching.org, dem Ort im Web, auf dem der oben besprochene Beitrag publiziert wurde und heruntergeladen werden kann, wämstens empfehlen. Sie finden dort eine Fülle von Anregungen, Beiträgen und Diskussionen zu praktisch allen Aspekten von e-teaching.

    July 21

    Bloggen und Studium

    Im Zusammenhang mit der Frage, wie Wissen zur Verfügung gestellt und ausgetauscht werden kann, hatten wir uns ja bereits im ersten Teil unseres Seminars mit Weblogs beschäftigt, und die meisten von Ihnen haben sich mittlerweile einen eigenen Blog beziehungweise einen Blog für Ihre Gruppe eingerichtet und diese Art der Kommunikation kennen- und schätzen gelernt. Vor diesem Hintergrund habe ich mich gefragt, ob wohl auch schon einmal grundsätzliche Überlegungen zum Einsatz von Weblogs im Studium angestellt wurden, und dazu hat mich Jürgen auf einen interessanten Beitrag aufmerksam gemacht. Wo? - natürlich im Rahmen eines Weblogs - wo sonst?
    Da ich für die von uns geplante Publikation, aber auch für mögliche Folgeveranstaltungen zu unserem Seminar noch intensiver in diese Thematik einsteigen möchte, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie uns über die Kommentarfunktion des Blogs Ihre Gedanken dazu mitteilen und/oder aber auch auf weitere Beiträge dazu aufmerksam machen könnten.
    Vielen Dank und viel Spaß bei der Lektüre von "Blogs and Pedagogy".
    July 19

    MrSapo oder Hundert auf einen Streich

    Wer häufig beruflich im Web unterwegs ist und nach Informationen sucht, der weiß, dass es für eine wirklich umfassende Recherche bei weitem nicht genügt, nur eine Suchmaschine zu nutzen. Ich selbst habe das gerade gestern wieder erlebt, als ich für einen Beitrag zur EU-Nachbarschaftspolitik und die Beziehungen der EU zu Moldawien dringend Material suchte und bei keinem der ganz Großen, wie Google, Yahoo, MSN, sondern nach langer Zeit und vielen Versuchen erst bei Lycos richtig fündig geworden bin (die Ergebnisse sind im Rahmen meiner Bookmarksammlung zur EU bei del.icio.us einzusehen).
    Doch der gute Vorsatz, nicht nur Google, sondern auch noch andere Suchmaschinen zu nutzen, scheiert häufig nicht nur an menschlicher Trägheit, sondern schon daran, dass die allermeisten Nutzer gar nicht mehr als drei bis fünf kennen - geschweige denn deren Adressen im Kopf haben. Also eine Meta-Suchmaschine nutzen, wie etwa iBoggie, die Jürgen vor kurzem hier und in einem längeren Beitrag im Recherchen-Blog vorgestellt hat? Auch das bringt die Gefahr mit, Wichtiges zu übersehen, denn der Datenfundus der Metasuchmaschinen ist doch zum Teil sehr begrenzt. Von differenzierteren Suchmöglichkeiten, wie beispielsweise der Einschränkung auf Dokumenttypen oder einen bestimmten Zeitraum ganz zu schweigen.
    Was also tun? Nun, auch hierzu gibt es, wie in vielen anderen Fällen auch, im Web tatsächlich eine Lösung mit dem Namen Mrsapo. Und die bietet Ihnen tatsächlich von einer zentralen Stelle aus die Möglichkeit, Ihre Suche mit über einhundert ganz unterschiedlichen Suchmaschinen durchzuführen. Bei diesen einhundert sind natürlich alle großen und bekannten dabei, darüber hinaus aber auch viele, deren Namen Sie vermutlich noch nie gehört haben, die aber auf ihren Spezialgebieten deutlich mehr leisten als eben die ganz großen Player im Suchmaschinengeschäft.
    Sie können aber nicht nur mit vielen Suchmaschinen suchen, Sie können sich auch gezielt auf einzelnen Bereiche (Web, Groups, Bookmarks, Blogs, Videos, Bilder, News, Artikel, Bücher etc.) konzentrieren. Der Screenshot am Ende dieses Beitrags zeigt die damit verbundenen vielfältigen Möglichkeiten nur andeutungsweise. Um sich selbst ein Bild zu machen, müssen Sie sich Mrsapo, zu dem Sie über den Link gelangen, selbst einmal ansehen.
    Mein Fazit: Ein nach meiner Kenntnis in dieser Form einmaliges Angebot im Web, das ein enormes Potenzial für eine umfassende, zeitsparende und effektive Recherche bietet, das Sie unbedingt nutzen und schnellstens in Ihre Bookmarksammlung aufnehmen sollten.
    Viel Spaß und Erfolg beim Suchen und vor allem beim Finden!


    July 16

    Kostenloser Websearch-Online-Kurs in 13 Lektionen

    Wendy Boswell, über deren Beiträge zu praktisch allen, den Bereich Internetrecherche betreffenden Themen an dieser Stelle schon häufiger berichtet wurde, bietet unter dem Titel "Websearch 101" ab sofort einen 13 Lektionen umfassenden Kurs an, dessen Programm (vergleiche dazu den Screenshot zum Beitrag) außerordentlich interessant und vielversprechend aussieht. Vom Ablauf her stellt sich der Kurs so dar, dass Sie - wenn Sie sich  zur (kostenlosen) Teilnahme entschliessen sollten - einmal pro Woche die neue Lektion per E-Mail zugesandt bekommen.
    Ein kostenloser Kurs von einer anerkannten und weithin bekannten Expertin - das sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen und sich schnellstens hier anmelden.
    July 14

    Ein Muss für Google-Nutzer: der GoogleWatchBlog

    Wenn Sie häufig mit Google im Web recherchieren und möglicherweise noch einen oder gar mehrere der mittlerweile kaum noch überschaubaren Dienste, wie beispielsweise Google Booksearch, Google Calendar, Google Mail oder den Google Reader nutzen, dann sollten Sie nicht versäumen, einmal einen Blick auf den GoogleWatchBlog zu werfen. Hier finden Sie Informationen und - oft heisse - Diskussionen zu der gesamten Breite des Angebots, aber auch Tutorials zu verschiedenen Diensten (Kategorie "Lehrbuch") und richtige gute Tipps dazu, wie die Google Suchmaschine, die verschiedenen Dienste und auch die mittlerweile angebotene Software optimal genutzt werden können.
    Mein Tipp deswegen: Surfen Sie doch mal vorbei und wenn Ihnen das Angebot gefällt, dann können Sie es gleich über RSS-Feed in den auf Ihrer personalisierten Google-Seite sicherlich auch vorhandenen Google-Reader einbinden.

    EU-Governance und Erweiterung: Montenegro

    Wie Sie wissen, werden wir uns noch in einer gesonderten Sitzung mit dem Thema "EU-Governance und Erweiterung" beschäftigen. In diesem Zusammenhang bin ich gerade durch einen RSS-Feed von Transitions Online - einem Internetangebot zu den Übergangsprozessen in Südost- und Osteuropa, das Sie sich unbedingt einmal näher ansehen sollten - auf einen sehr interessanten Beitrag über die Governance-Situation in Montenegro, dem jüngsten Staat in Europa, gestoßen, der ja auch zu den potentiziellen Kandidaten für einen EU-Beitritt gehört.
    Das folgende Zitat aus dem Beitrag von Kristie D. Evenson lässt die enorme Herausforderung erahnen, vor der die EU mit der möglichen Integration derartiger Transitionsstaaten steht.

    "
    Overall, democratic development in Montenegro declined during 2005. Irrespective of Serbia’s performance and influence, Montenegro’s democracy score has slipped closer to that of a transitional government or “hybrid regime” – one that exhibits more authoritarian tendencies than those of a developing democratic state."

    Die möglichen Auswirkungen dieser Ausgangssituation auf EU-Governance werden, neben vielen anderen Fragen zu dieser Thematik, Gegenstand unser Sitzung nächste Woche sein.
    July 13

    Neue Metasuche per iBoogie

    Metasuchmaschinen sind eine feine Sache, durchsuchen sie doch mehrere Datenbestände zugleich, vereinheitlichen die Ergebnisse und bieten oft noch die Option des "Clusterings" bzw. des "Refine your Search", also die Eingrenzung der Ergebnisse anhand vorgeschlagener Stichworte. Mein Favorit ist hier Easy to Find, im deutschen Bereich nehme ich zur Zeit sehr gern Metager2 zur Hand.
    Immer wieder gibt es Neuentwicklungen, welche versuchen, neue Funktionalitäten für die Benutzer zu entwickeln. Manche verschwinden leider wieder in der Versenkung, beispielsweise denke ich immer noch mit Bedauern an Profusion, welche als einzige den Operator near als Suchoption zur Verknüpfung von Begriffen bereitstellte. Eine andere Metasuchmaschine namens Kartoo bietet seit ca. 3 Jahren die Suchergebnisse als Map an (Flash muss bei Ihrem Browser dazu ermöglicht sein), ein immer wieder netter Gimmick...
    Vor kurzem befindet sich iBoogie im Angebot, eine Metasuchmaschine, welche Einschränkungen des Suchbereichs per Registerkarte ermöglicht. Mir gefällt sie in der Handhabung recht gut: Die Ergebnisse werden transparent dargestellt und die Begriffe, welche zur Einschränkung angeboten werden, sind gut ausgewählt. Negativ zu Buche schlägt die Beschränkung auf den angelsächsischen Bereich und die Tatsache, dass nur Yahoo!-Clone abgefragt werden. Wenn Sie sich für eine eingehendere Besprechung interessieren: Ich habe im Recherchenblog einen längeren Text mit Bildern gepostet.
    July 11

    Suchmaschinen-News

    Die letzten Tage gab es wieder einige interessante Neuigkeiten zum Bereich Suchmaschinen und Internet-Verzeichnisse, von denen ich die wichtigsten nachfolgend kurz zusammenfassen möchte.
    Da ist zum einen über eine neue RSS-Suchmaschine (im Betastadium) zu berichten, die nicht nur den klangvollen Namen "Octora" trägt, sondern darüber hinaus auch noch auf dem sonnigen Barbados residiert, mit dem man ja nun nicht gerade primär harte Suchmaschinenarbeit assoziiert. Doch Spass beiseite: Sie alle wissen um die außerordentliche und stetig steigende Bedeutung von RRS-Feeds, wenn es darum geht, sich kontinuierlich und aktuell zu bestimmten Themen auf dem Laufenden zu halten. Von daher sollten Sie sich den ausführlicheren Bericht zu Octora bei Pandia Search Engine News nicht entgehen lassen und dann selbst auch einmal die Suchmaschine ausprobieren.
    Eine ganz andere Art des Suchens ermöglicht Talk Digger. Nehmen wir an, Sie stossen bei Ihren Recherchen auf eine interessante Website oder einen informativen Blog und wollen wissen, wo sonst noch im Web diese Thematik behandelt und diskutiert wird. Dann kopieren Sie einfach den URL dieser Quelle, fügen ihn in das Suchfeld von Talk Digger ein und klicken auf den Button "Dig it". Talk Digger präsentiert Ihnen dann Resultate aus zahlreichen Such- und Blog-Suchmaschinen, die zu dem ursprünglichen Beitrag verlinken. Sie erschließen also auf diese Weise einen gesamten Wissens- beziehungsweise Diskussionsraum zu Ihrem Gegenstand. Eine etwas andere, meines Erachtens recht vielversprechende Herangehensweise an das Problem, sich in der nahezu unendlichen Informationsfülle des Web zu orientieren, die Sie sich auf jeden Fall einmal ansehen sollten.
    Eine weitere, durch den Lycos Retriever repräsentierte Möglichkeit besteht darin, sich auf die qualitativ allerbesten Internetangebote zu konzentrieren. Es handelt sich um eine Art Besprechungsdienst, allerdings mit der - sich von anderen Besprechungsdiensten unterscheidenden - Besonderheit, dass die Inhalte nicht von einer Redaktion, sondern vollautomatisch zusammengestellt werden. Dennoch erhebt Lycos Retriever den Anspruch, nur hoch qualifizierte Inhalte zu liefern. Ob und inwieweit das gelungen ist, davon sollten Sie sich einmal mit einigen Probeläufen selbst ein Bild machen.

    Ministerratssitzung erstmals live im Internet übertragen

    Bei der Diskussion über Governance in der EU spielen auch normative Fragen - nach Demokratie, Legitimität, Partizipation und Transparenz - eine ganz wesentliche Rolle. Wir werden uns deswegen ja auch in einer gesonderten Sitzung  ausschließlich mit dieser Thematik beschäftigen.
    Was den letztgenannten Punkt, Transparenz, angeht, so gilt es heute auf ein ganz besonderes Ereignis aufmerksam zu machen. Erstmals nämlich wurde der europäischen Öffentlichkeit die Möglichkeit eröffnet, eine Ministerratssitzung (Finanzminister) live im Internet mit zu verfolgen! Hintergründe und Details entnehmen Sie bitte dem Beitrag von Mark Beunderman vom EUobserver.
    July 10

    Öffentlich zugängliche Bookmarksammlung zur EU

    Seit heute steht eine von mir angelegte Bookmarksammlung zu herausragenden Internetquellen zum Thema "Europäische Union" bei del.icio.us für alle zur Verfügung. Sie erreichen diese über den Link im vorliegenden Posting, aber auch unter der Kategorie "Websites zum Blog", "meine Bookmarks zu EU-Themen" in der rechten Spalte. Die Zusammenstellung ist über Tags übersichtlich in zahlreiche Kategorien aufgeschlüsselt, so dass Sie für Sie interessante Quellen schnell identifizieren können.
    Die Bookmarksammlung soll weiter intensiv ausgebaut werden, nicht zuletzt auch was das Thema EU-Governance angeht, und ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie dabei mitarbeiten würden. Wenn Sie also auf eine interessante Quelle stoßen sollten, lassen Sie es mich wissen. Jede Anregung ist willkommen.
    Beachten Sie auch die Möglichkeit, einen RSS-Feed zu der Seite zu abonnieren. Dann werden Sie automatisch kontinuierlich über Ergänzungen auf dem Laufenden gehalten.

    Neue Rahmenbedingungen für EU-Governance in der Implementationsphase

    Mit der Annahme eines durch Kommission und Ministerrat ausgehandelten Kompromisses über die so genannte Komitologie-Reform durch das Europäische Parlament am 06.07.2006 haben sich die Rahmenbedingungen bei der Durchführung von EU-Maßnahmen erheblich verändert. Inhalte, Bedeutung und potenzielle Auswirkungen der Reform behandelt ausführlich ein soeben erschienener Beitrag von Euractiv.com, dessen Lektüre ich sehr empfehle.